#newworkinhealthcare

Wie mache ich mich für dieses Projekt fit?

Zuletzt habe ich einen sehr hilfreichen Kurs bei Sandra Chemin zur Verbesserung meiner Selbstorganisationsfähigkeiten durchlaufen, der 12 Wochen dauerte. Ich wollte mir Klarheit über meinen Fahrplan für die nächsten fünf Jahre verschaffen. Dabei kam heraus, dass ich auf jeden Fall als Plastischer und Ästhetischer Chirurg weiterarbeiten möchte (puh :)), aber mehr Zeit für andere Projekte aufwenden sollte. Eines dieser Projekte ist #newworkinhealthcare. Ich hatte mir Zeit für diese Orientierungsphase genommen, die zufällig mit der Corona-Pandemie zusammenfiel. In dieser Zeit konnte ich endlich wieder viel lesen. Es hat 4 Monate gebraucht, keine Rückenschmerzen mehr zu haben, mindestens (dringend notwendige) 10 Kilogramm Körpergewicht zu verlieren und sich selbst wieder zu fühlen. Dabei half mir Meditation (#headspace), Sport (#freeletics) und Atmungsübungen (#wimhofmethod). Die digitalen Hilfsmittel für #wellbeing sind mittlerweile großartig.

Mens sana in corpore sano

Das Projekt #newworkinhealthcare entwickeln, zum beispiel mit Working Out Loud

Ich habe eine große intrinsische Motivation neben meinem Hauptberuf, ein besseres Arbeitsökosystem für Heilberufler zu schaffen. Die althergebrachten Modelle haben meiner Meinung nach extremen Modernisierungsbedarf. Es geht mir hierbei generell um die Verbesserung des Miteinanderarbeitens. Dabei helfen können digitale Hilfsmittel und moderne Arbeitsformen, die weniger auf einer pyramidenförmigen Hierarchiestruktur beruhen. Dadurch werden die Bedürfnisse gut ausgebildeter Kollege*innen besser befriedigt, was die Arbeit am Ende sogar effektiver. Bestenfalls kann ich als „Chef“ sogar ein bisschen mehr aus dem Tagesgeschäft zurückziehen, weil es auch ohne mich gut läuft! Buzzwords sind hier #newwork #teal #futureofwork #agile. Im Sinne von New Work macht man das nicht alleine, sondern entwickelt etwas zusammen. So kann sich von Anfang an jeder einbringen, was es zu einem für alle persönlichen Projekt macht. Andernfalls würde es mir selbst auch keinen Spaß machen, ein ausgeklügeltes Konzept, was ein anderer entworfen hat, einfach zu befolgen.

Ein richtig gutes Tool Dinge im Team zu entwickeln ist Working Out Loud. Hier kann man nach einer ausgeklügelten 12-wöchigen Agenda einmal die Woche virtuell oder aber auch real für eine Stunde Gedanken austauschen. Jede/r Teilnehmer*in eines Working Out Loud circles verfolgt dabei ein eigenes Ziel (#newworkinhealthcare), das mit Hilfe des circles verwirklicht wird. Das schöne dabei ist, es sind nur ca. 1,5 Stunden pro Woche und der Zugang zur Agenda ist kostenfrei. Danke @JohnStepper!

Warum brauche ich in der Praxis eine gute Kommunikationsstruktur?

Ein guter Freund von mir hat gerade eine Praxis übernommen. Die Praxis ist unter dem vorherigen Praxisinhaber gut gelaufen, weswegen dieser nicht die Notwendigkeit sah, an den bestehenden Prozessen viel zu ändern. Die Praxis selbst hat sich in ihrer Größe jedoch kaum verändert und der Kollege blieb „Alleinkämpfer“. Kein Unternehmen schafft es jedoch, ohne Veränderungen auf lange Sicht zu überleben. Gerade in der Plastischen und Ästhetischen Medizin tut sich sehr viel, noch nicht einmal die Möglichkeiten erwähnt, die sich durch die Digitalisierung eröffnen. Es gab in der Praxis beispielsweise noch nicht einmal eine Frühbesprechung. Die Mitarbeiter fingen einfach so an zu arbeiten. Dann, über den Tag verteilt gab es einen eher zufälligen Informationsaustausch. Das ist in anderen Professionen undenkbar. Dort heißen die Besprechungen Meetings und es gibt sehr effektive Meeting-Strukturen, die für uns Ärzte von großem Nutzen sein können. Darüber gibt es auch reichlich Literatur, sodass wir uns quasi auf einem hohem Evidenz-Level befinden.

Erste Ergebnisse aus der Privatpraxis

Für Führungskräfte aus Unternehmen abseits der Medizin mag das banal klingen, aber wir haben erst einmal eine Kommunikationsstruktur in einer Arztpraxis zu etablieren, bevor es ans Eingemachte geht. Professionelle Kommunikationsstrukturen gibt es in diesem Umfeld aber erstaunlich selten. Und deswegen haben wir genau damit bei meinem Freund begonnen. Die Vorgabe für das täglich stattfindende Meeting ist gestern, heute und morgen zu besprechen. Die Zeitvorgabe ist 15-30 Minuten. Besonderheiten und vor allem Informationen, die jeder wissen muss sollen genannt werden.
Wie man sich vorstellen kann haben die Mitarbeiterinnen das nicht mit uneingeschränkter Begeisterung aufgenommen. Am Anfang wussten sie nicht so recht wie sie sich im Meeting verhalten sollen. Der Ablauf war stockend und ohne viel Inhalt, keiner hat sich Notizen gemacht. Schon nach zwei Wochen jedoch kamen die Mitarbeiter mit eigenen Notizen in das Meeting. In nur zwei Wochen war der Austausch locker, wichtige Dinge wurden genannt und alle fühlten sich besser auf das was am Tag kommt vorbereitet. Die Regelmäßigkeit gibt dabei allen Beteiligten Sicherheit und die Möglichkeit, eine effektive Routine zu entwickeln. Gleichzeitig vergessen alle weniger, die Abläufe sind reibungsloser und die Arbeitsbelastung geringer.

Ausblick

Als nächster Schritt kann dann ein klassisches Check-in/ Check-out Meeting folgen, oder ein monatliches Retro-meeting. Damit wird das Vertrauen unter den Teammitgliedern gestärkt. Das Team bestimmt hier die Geschwindigkeit, in der die Dinge entwickelt werden. Und das wichtigste ist, dass sie dies zusammen und ihren Bedürfnissen entsprechend voranbringen. Hierbei kommen auf kurz oder lang auch viele nützliche digitale Tools zur Anwendung. Ich werde darüber so regelmäßig wie möglich berichten.

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