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Social Media

Social Media, muss das sein? Ich bin doch Plastischer Chirurg.

Vielleicht geht es Euch auch so wie mir. Ich denke mir manchmal, was man denn in Zukunft noch alles tun muss, um sich von anderen Kollegen abzuheben. Und warum muss ich denn überhaupt, ist doch vielleicht ein netter Kollege, den ich gut kenne. Wir arbeiten nun mal in der freien Marktwirtschaft in der wir in Konkurrenz miteinander treten sollen. Sich dem zu entziehen ist betriebswirtschaftlich unklug. Ein Dilemma in dem man schnell zum Getriebenen wird und das obwohl man ja genug zu tun hat. Die große Bedeutung der Präsenz in sozialen Netzwerken ist gut untersucht. Vieles ist im Netz zu finden, zum Beispiel bei Medscape

“today’s patient doesn’t know what it is to be double board-certified. They look at what your reviews are on Yelp! and how many likes you have on Facebook,” says Nina Grant, vice president of business development for Irvine, California-based Practice Builders. (medscape.com).

In der DGPRÄC ist das Thema nun auch angekommen, sodass Anfang Mai der 1. Social Media-Kongress Ästhetische Medizin Goes Social Media in Berlin stattfindet, bei dem ich auch teilnehmen werde. Einige Punkte dürften für Gesprächsstoff sorgen.

Was muss man beachten?

Im Allgemeinen wird die Hinzuziehung von Profis empfohlen. Mit diesem Tipp kann man nicht falsch liegen. Die Ärztekammer Hamburg fordert weiter in ihrer Handreichung:

“Trotz aller persönlicher Bindung zwischen Arzt und Patient muss das Verhältnis zwischen beiden ein professionelles sein, das scharf von einer rein persönlichen Beziehung getrennt werden muss.

Wie kann das realisiert werden, wenn sehr persönliche Dinge allgemein zugänglich gepostet werden? Erhält der Patient zu viele Einblicke in das nicht berufliche Leben des Arztes? Erwähnt wird auch:

“Eine anpreisende, irreführende oder vergleichende Werbung dagegen wird als berufswidrig untersagt.”

Die Grenzen hier sind wohl schwer zu ziehen. Überdies soll man als Arzt Patienten vor zu viel Offenheit schützen. Man soll vorsichtig sein, wenn man eine eigene Meinung zu Produkten äußert. Ich bin gespannt, was in Berlin besprochen wird. Ich glaube es wird spannend.

10 Regeln für Ärzte in sozialen Medien

  1. Ärztliche Schweigepflicht beachten
  2. Keine Kollegen diffamieren – Netiquette beachten
  3. Berufliches und privates Profil voneinander trennen
  4. Grenzen des Arzt-Patient-Verhältnisses nicht überschreiten
  5. Fernbehandlungsverbot beachten
  6. Keine berufswidrige Werbung über soziale Medien
  7. Datenschutz und Datensicherheit beachten
  8. Selbstoffenbarung von Patienten verhindern
  9. Zurückhaltung bei produktbezogenen Aussagen
  10. Haftpflichtversicherung checken

(aus Handreichung Ärzte in sozialen Medien, Ärztekammer Hamburg)

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